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Steine von der Webschule und von der Klosterkirche – Cottbus

Hier wurden Textilingenieure ausgebildet. 1876 gründete sich in Cottbus der Fabrikantenverein, der daran interessiert war, besonders Kader für Weberei und Spinnerei zu entwickeln. 1883 gab es bereits eine Webschule. 1895 wurde diese in eine öffentliche Lehranstalt umgewandelt und bereits drei Jahre später weihte man in der Webschul-Allee den Neubau ein. Die Anstalt entwickelte sich zu einem Fabrikbetrieb. Es waren über 80 Arbeiter beschäftigt. Mit der Schule waren ein Warenprüfungsamt und eine Untersuchungskommission für die Textilindustrie verbunden.

Im Jahr 1913 wurde diese Untersuchungskommission immerhin in 181 Fällen in Anspruch genommen. 1934 entwickelte sich die Schule zu einer Textilingenieurschule. Die Fächer Betriebslehre, technische Mechanik, Physik und Mathematik kamen damit neu hinzu. 1951 wurde die gesamte Schule leider nach Forst verlegt.

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Am 30. Dezember 2010 vernichtete ein Feuer dieses historische Bauwerk. Der für den Hügel der Erinnerung und des Friedens in Oswiecim/Auschwitz von der Senioren-Union der CDU gespendete Stein stammt aus dem oberen Teil des Giebels. Dieser wurde 1898 errichtet. Text: Märkischer Bote/ LR überarbeitet von A.-D. Ehrlichmann

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Die Klosterkirche

Sie ist das älteste Cottbuser Gotteshaus. Wie schon der Name verrät, ist sie der Rest eines ehemaligen Franziskanerklosters aus dem 13. / 14. Jahrhundert.

Klosterkirche - Text zur Steinübergabe

Das zeigt sich vor allen Dingen in dem gotischem Innengewölbe der Kirche.
Hier befindet sich das älteste Zeugnis der Cottbuser Stadtgeschichte: eine Grabplatte, mit der Darstellung des Stadtgründers Fredehelm von Cottbus und seiner Frau Adelheid. Die Brust des Stadtgründers zeigt das Familienwappen, den Krebs. Auch sein Schwert trägt die Verzierung eines Krebses, das heute gültige Wappentier der Stadt.

Vollständig aus Holz gearbeitet ist die reich verzierte Kanzel aus der Zeit um1720, das sich daneben befindliche Kruzifix aus der Zeit um 1310 und auch der mächtige Altar ausdem 18.Jahrhundert. Vor dem Altar befindet sich ein Taufstein aus dem 15.Jahrhundert. Auch er ist reich verziert, obwohl er vollständig aus Stein ist.

Die Klosterkirche wird auch Wendische Kirche genannt. Früher hielt man hier regelmäßig Gottesdienste in wendischer Sprache, da im Cottbuser Umfeld die Sorben und Wenden beheimatet waren. Heute wird der wendische Gottesdienst nur einmal im Jahr abgehalten; am ersten Weihnachtsfeiertag.

Der von der Jungen Union der CDU Cottbus gespendete Stein stammt aus der 2. Rekomaßnahme dieser Kirche 1992. Text und Foto: Spreewald-Information/Tourismus;

Text überarbeitet A.-D. Ehrlichmann
Cottbus, den 1. Oktober 2011